Wer war eigentlich Maria Montessori?

Maria Montessori wird am 31. August 1870 in Chiaravalle in Italien geboren. Sie promoviert als erste Frau Italiens als Ärztin an der Universität in Rom und arbeitet dann als Assistenzärztin in der psychiatrischen Universitätsklinik, sammelt dort Erfahrungen und macht erste Beobachtungen an den dort untergebrachten geistig behinderten Kindern. Sie befasst sich intensiv mit den Arbeiten der französischen Ärzte und Heilpädagogen Itard (1775-1830) und Seguin (1812-1880) und entwickelt deren Materialien weiter. 1907 eröffnet sie ihr erstes Kinderhaus im römischen Elendsviertel San Lorenzo. Sie erprobt nun ihre Methode an gesunden Kindern und verfeinert die Arbeitsweisen. Durchschlagende Erfolge stellen sich ein - Vierjährige lernen schreiben und lesen - so wurde Maria Montessori beinahe schlagartig berühmt.

Viele pädagogisch Interessierte möchten mehr darüber wissen. Deshalb schreibt Maria Montessori ihre Erfahrungen und ihre Methode in einem Buch nieder. Sie reist in der Welt herum und hält viele Vorträge zu ihrer Pädagogik. So entstehen die ersten Montessori-Ausbildungskurse und in aller Welt Montessori Kinderhäuser.

Der zweite Weltkrieg (1939) führt Maria Montessori ins Exil nach Indien, wo sie bis   Kriegsende bleibt und viele Montessori Lehrer ausbildet. Nach Kriegsende kehrt sie nach Europa zurück und errichtet 1947 in London ein Montessori Zentrum. Später lässt sie sich in Holland nieder und stirbt am 6. Mai 1952 in Noordwijk-an-Zee. Der Hauptsitz der Assoziation Montessori International (AMI) ist in Amsterdam.

Maria Montessori

Als italienische Berühmtheit ist Maria Montessori auf der 1'000 Lira Note abgebildet.